Ein Steinzeittier in Niedersachswerfen? 1923 ist das Skelett eines Wollnashorns im einstigen Höllental am Kohnstein entdeckt worden. Seither lagern die Überreste des Urtieres vermutlich in einem Museum in Sachsen-Anhalt.

Der Niedersachswerfer Heimatforscher Tim Schäfer und der Arree-Traditionsverein wollen die Erinnerung an das Niedersachswerfer Wollnashorn wiederbeleben.

Im Sommer soll ein neuer Infopunkt zum Kohnstein und dem ehemaligen Gipswerk errichten werden. Und auch das Wollnashorn wird auf der Tafel erwähnt. Dafür suchen wir einen Namen. Wie soll das Wollnashorn heißen?

Der Arree-Traditionsverein lobt deshalb einen Namenswettbewerb aus, der sich speziell an Kinder richtet. Teilnehmen kann jeder bis zum 31.August. Namensvorschläge können unter Angabe des Namens und des Alters an die E-Mail-Adresse presse@harztor.de geschickt werden.

Die oder der Gewinner werden von einer Jury ausgewählt, die der Verein stellt. Der erste Preis erhält einen Kinogutschein im Wert von 50 Euro, der zweite und dritte Platz werden mit einem Gutschein in Höhe von 30 und 20 Euro bedacht. Natürlich kommt der ausgewählte Name für das Wollnashorn dann mit auf die Infotafel. Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge.

 

 

Wie sahen Wollnashörner aus?

Wollnashörner waren in den eiszeitlichen Kältesteppen zwischen Westeuropa und Ostasien während des Mittel- und Jungpleistozäns verbreitet. Man nimmt an, dass diese Tierart vor 12.000 Jahren ausgestorben ist. So ein Wollnashorn konnte bis zu 6000 Kilogramm wiegen und größer als ein Mensch sein.

Sie trugen zwei beeindruckend lange Hörner auf ihrem Vorderschädel. Sieht man einmal von seinem Fell ab, so soll das Wollnashorn von seiner äußeren Erscheinung und seinen Maßen her eine Ähnlichkeit mit dem heutigen afrikanischen Breitmaulnashorn haben. Zwischen seinen Schultern trug es einen ausgeprägten Buckel, den massigen Kopf hielt das Tier tief gesenkt.

Bereits vor 460.000 Jahren weideten diese Wollnashörner in unserer Gegend. Diese sind auch am Fuß des Kyffhäusergebirges nachgewiesen worden. Damals war es auch um Nordhausen noch eiskalt, die Temperaturen sowie die Luftfeuchtigkeit lagen deutlich niedriger.

Im Falle des Wollnashorns am Kohnstein sprach man auch vom „Urtier von Nordhausen“.

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