Harztor-Gemeinderat verabschiedet wichtige Beschlüsse

Allgemein, Harztor, Ilfeld, Niedersachswerfen - 16.05.2019

Der Harztor-Gemeinderat hat am Mittwochabend (15. Mai) in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl noch einige wichtige Beschlüsse gefasst:

Neues Baugebiet

Die Gemeinde Harztor wird den Eberthof in Niedersachswerfen als neues Baugebiet ausweisen. Die Entscheidung des Rates fiel einstimmig. Bürgermeister Klante sagte, das Wohngebiet sei für Niedersachswerfen dringend erforderlich, allein um Familien aus dem Ort Bauflächen anbieten zu können. Die Stadt Nordhausen hatte in einer Stellungnahme das neue Areal abgelehnt. Auf dem rund 2,6 Hektar großem Gelände des Eberthofs am nördlichen Ortsrand soll Platz für zirka 25 neue Einfamilienhäuser geschaffen werden. Gegenwärtig gibt es in Niedersachswerfen kein Baugebiet.

 

Neue Nutzung für Ilfelder Klostergut

Der Gemeinderat hat darüber hinaus den Weg freigemacht, dass das einstige Klostergutgelände in Ilfeld neu entwickelt werden kann. Einstimmig wurde der Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan beschlossen. Das Areal hinter der Kirche soll fortan Mischgebiet werden, um es möglichst frei entwickeln zu können. Bei einem Treffen von Gemeinde, Klosterkammer und Landkreis Anfang Mai habe man auch „die Zuständigkeiten geklärt”, sagte Harztor-Bürgermeister Stephan Klante. Der Landkreis Nordhausen habe zugesichert, die Grundschule zu bauen, die Kommune Harztor eine weitere Kita und die Klosterkammer die Forstverwaltung. Ziel aller Beteiligten sei es, das Vorhaben schnellstmöglich zu realisieren.

  

Dorfentwicklungskonzept verabschiedet

Der Harztor-Gemeinderat hat das gemeindliche Dorfentwicklungskonzept bestätigt. Mit diesem Papier wird sich die Landgemeinde Harztor jetzt als Förderschwerpunkt für die Dorfentwicklung bewerben. Ziel ist es, das Konzept bis spätestens 31. Mai beim Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum in Gotha (TLLLR) einzureichen.  Ob die Landgemeinde als Förderschwerpunkt für die Jahre 2020 bis 2025 anerkannt wird, entscheidet das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft  im Oktober dieses Jahres.

Das mehr als 100 Seiten umfassende Konzept haben die 26 Mitglieder des Dorfentwicklungsbeirats in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Experten des Nordhäuser Stadtplanungsbüros Meißner & Dumjahn erarbeitet.

Im Kern sind mehr als 20 verschieden große Infrastrukturprojekte für alle fünf Ortschaften herausgearbeitet  worden.  Die Gemeinde könnte dank der Prämie, die es für die Fusion zur größeren Landgemeinde  vom Land Thüringen gab,  in den kommenden fünf Jahren knapp 1,5 Millionen Euro aufbringen, um ihren Eigenanteil für die Projekte zu stemmen. Insgesamt kosten die Projekte nach ersten Schätzungen rund 4,2 Millionen Euro. Aus dem Topf der Dorferneuerung erhofft sich Harztor eine Zwei-Drittel-Förderung. 

Größtes Projekt soll ein neues Dorfzentrum für Niedersachswerfen werden. Rund eine Million Euro würde dieses kosten, gebaut werden soll in den Jahren 2021 und 2022. Die alte Schulküche am Kirchplatz soll abgerissen und einem eingeschossigen Ersatzneubau weichen. Entstehen würde an dieser Stelle ein etwa 165 Quadratmeter großer Multifunktionssaal, der von Vereinen, für Sitzungen und andere Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Bestandsgebäude soll neu geordnet werden, der Bürgertreff und das Ortsbürgermeisterbüro im Erdgeschoss bleiben. Das Obergeschoss soll ausschließlich der Abwasserzweckverband nutzen, unterm Dach soll eine neue Wohnung entstehen.

Das Dorfentwicklungskonzept kann hier eingesehen werden. 

Harztor will mehr für HSB zahlen

Die Gemeinde Harztor wird ihren Gesellschafteranteil für die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) verdoppeln. Das hat der Gemeinderat  beschlossen. Statt wie bisher mit 4600 Euro wird die Kommune die HSB ab dem Jahr 2020 mit 9200 Euro jährlich bezuschussen. Hintergrund sind die deutlich gestiegenen Kosten für die Wartung und die Reparaturen der alten Dampfloks.  Zudem will die HSB die Gehälter für ihre Lokführer erhöhen, um diese Jobs wieder attraktiver zu machen. Seit Jahren hat das Unternehmen damit zu kämpfen, die Lokführerposten mit Personal zu besetzen.

Die Gemeinde Harztor ist einer von neun HSB-Gesellschaftern und davon der kleinste. Größte Gesellschafter sind die Landkreise Nordhausen und  Harz, außerdem die Städte Nordhausen, Wernigerode, Harzgerode, Quedlinburg, Oberharz am Brocken und die Braunlager Tourismus GmbH. Auch alle anderen Gesellschafter sollen ihre Zuschüsse erhöhen, um das Verkehrsunternehmen zu unterstützen.

Ortsteilbürgermeister verabschiedet

Harztor-Bürgermeister Klante hat die Ortsteilbürgermeister von Ilfeld, Hartmut Sauermann, und von Niedersachswerfen, Ulrich Wilke, verabschiedet. Wilke war viele Jahre im Gemeinderat und dann als Ortsteilbürgermeister tätig, tritt aber nicht noch  einmal zur Wahl an. Sauermann kandidiert noch einmal für den Posten in Ilfeld. Darüber hinaus dankte Klante seinem Gemeinderat für die Arbeit in der zu Ende gehenden Legislatur. „Wir waren ein gutes Team für Harztor”. In den zurückliegenden fünf Jahren habe man gemeinsam für den Ort sehr viel erreichen können, so der Ortschef.

 

Fördergeld wird zurückgezahlt

Die Gemeinde Harztor muss 25 000 Euro Fördermittel für den Radweg zwischen Niedersachswerfen und Neustadt zurückzahlen. Der Bau der Radtrasse hat rund 120 000 Euro weniger gekostet als geplant. Das entsprechend zu viel gezahlte Fördergeld muss an den Freistaat zurückgezahlt werden. Der Gemeinderat gab dafür grünes Licht.

 

 


Öffnungszeiten

Gemeinde Harztor

Ilgerstraße 23

Ortsteil Ilfeld

99768 Harztor

 
Tel.: 03 63 31/3 73-0
Fax: 03 63 31/3 73-12
E-Mail: info@harztor.de
 
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Montag und Freitag: geschlossen, Terminvereinbarung ist möglich

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